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WIRTSCHAFT


  1. Die Wirtschaft im Jahr 2006
  2. VAE-Börsen
  3. Bundeshaushalt für 2007
  4. Entwicklung der Infrastruktur
  5. Strom und Wasser
  6. Telekommunikation
  7. Flughäfen und Häfen
  8. Links

DIE WIRTSCHAFT IM JAHR 2006

Im Jahr 2006 erlebte die Wirtschaft der VAE einen Boom, da eine kluge Wirtschaftspolitik weiterhin solide Grundlagen für ein beachtliches Wachstum in allen Sektoren lieferte. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass die Erhöhung der Ölpreise um 21,5 Prozent über den Durchschnittspreis von US$53,5 pro Barrel im Jahr 2005 bedeutend zum Wirtschaftswachstum beitrug: die höheren Öleinnahmen führten zu einem Anstieg der Ausgaben für zahlreiche neue Projekte in den Nichtölsektoren, vor allem auf Ebene der Bezirksregierungen.

Abu Dhabi CornicheVom Wirtschaftsministerium für 2006 veröffentlichte Ziffern zeigen, dass sich der Nennwert des VAE-BIP um 23,5 Prozent auf Dh599 Milliarden erhöht hat, was einer Festpreis- (d. h. realen BIP-) Wachstumsrate von 8,9 Prozent entspricht. Der Beitrag des Nichtölsektors zum nominellen BIP betrug Dh376 Milliarden oder 63 Prozent, was die Politik des Landes einer wirtschaftlichen Diversifizierung widerspiegelt. Der Anteil des Herstellungssektors betrug 19,5 Prozent, also Dh73,4 Milliarden, und dies deutet darauf hin, welch hohes Gewicht in den VAE der industriellen Entwicklung zukommt. Die Groß- und Einzelhandelssektoren, einschließlich einer breiten Palette von Waren, die Verbrauchsgüter, intermediäre Produkte und Kapitalgüter umfasst, sind ein wichtiger Faktor im Entwicklungsprozess und leisten mit 62,5 Milliarden oder 16,1 Prozent des Gesamtbetrags einen bedeutenden Beitrag zum BIP. Der florierende Immobiliensektor trug Dh461 Milliarden oder 12,2 Prozent zum Nennwert-BIP bei, gefolgt von einem aktiven staatlichen Dienstleistungssektor, der 10,4 Prozent oder Dh39 Milliarden beisteuerte. Der Sektor Transport, Lagerung und Kommunikation, der aufgrund des enormen Volumens an akkumulierten Investitionen in seine Multimix-Aktivitäten einer der führenden Sektoren im nachhaltigen Entwicklungsprozess ist, wurde auf Dh38,5 Milliarden oder 10,2 Prozent des BIP geschätzt.

Der Rolle von Investitionen in die wirtschaftliche Entwicklung aller Emirate wurde große Bedeutung beigemessen, wobei der Privatsektor (des In- und Auslands) als wahre Antriebsfeder eines nachhaltigen Wachstums gefördert wurde. Zu diesem Zweck bietet die Regierung dem Privatsektor zahlreiche Anreize zu Projektinvestitionen an. Ausländische Direktinvestitionen gelten dabei als unerlässlich, um Know-how und Fachkenntnisse in Bereiche zu übertragen, die noch nicht zu den Kernkompetenzen des Landes gehören, neue Marktmöglichkeiten zu erschließen und Arbeitsplätze in wissensintensiven und in Sektoren mit einem hohen Wertzuwachspotenzial zu schaffen. Aus diesem Grund werden beträchtliche institutionelle Bemühungen zur Änderung von Gesetzen und zur Schaffung eines günstigen Umfelds, das ausländisches Kapital anziehen und internationale Firmen zum Eintritt in die VAE-Märkte anspornen kann, unternommen. Hier verzeichnete man bereits große Erfolge, denn das Land kam in zwei internationalen Indizes für Wirtschaftsfreiheit und Transparenz auf den zweiten Platz unter den arabischen Ländern. Auch in Bezug auf ihre Fähigkeit, inländische Investitionen anzuziehen, erhalten die VAE in der arabischen Welt eine führende Position.

Die Höhe der Festinvestitionen stieg 2006 beträchtlich an – und zwar um 29 Prozent auf Dh121 Milliarden – und der Verbrauch erhöhte sich um 25 Prozent auf Dh365 Milliarden. Verbraucher- oder Haushaltsausgaben betrugen 83 Prozent bzw. Dh304 Milliarden, während sich die Regierungsausgaben auf Dh61 Milliarden beliefen.

Was die Handelsbilanz betrifft, so stiegen die VAE-Exporte auf Dh488 Milliarden und die Importe erhöhten sich auf Dh359 Milliarden. Erdöl- und Petroleumprodukte machten 40 Prozent der Exporte aus, und dieser Prozentsatz wird voraussichtlich von Jahr zu Jahr sinken, da die Investitionen in die Industrie und in Sektoren außerhalb des Öl- und Gassektors weiterhin das BIP ankurbeln und Herstellungsprodukte Auslandsmärkte erschließen.

Die VAE sind über diverse Investitionseinrichtungen wie Abu Dhabi Investment Council, Dubai Ports World, Dubai Holding und Abu Dhabis International Petroleum Investment Co. (IPIC) maßgeblich an den globalen Kapitalmärkten beteiligt und verzeichnen seit der Staatsgründung einen Überschuss.

Bank- und Finanzwesen

Dubai Finance CentreIm Jahr 2005 hatten sich die Gewinne vieler Finanzeinrichtungen mehr als verdoppelt, wobei die beeindruckenden Erfolge der VAE-Banken zumindest zum Teil auf die Gewinne der florierenden Lokalbörsen zurückzuführen sind: der Dubai Financial Market (DFM) Index war 2005 um mehr als das Doppelte angestiegen, während seine Schwesterbörse in Abu Dhabi (ADSM) einen Jahreszuwachs von 80 Prozent verzeichnete und der Appetit der Investoren auf erste öffentliche Zeichnungsaufforderungen (IPOs) fieberhaft in die Höhe stieg.

Im Gegensatz dazu erwiesen sich die VAE-Börsen wie die meisten Regionalmärkte im Jahr 2006 als sehr volatil. Der NBAD General Index (Benchmark-Marktindex der VAE) fiel um 41,2 Prozent, was einem Durchschnittsrückgang für VAE-Indizes von 40,3 Prozent entspricht. Im Hinblick auf die Marktkapitalisierung ging der VAE-Markt um US$63 Milliarden zurück.

Gleichzeitig florierte das Islamische Bankwesen in den VAE, und auch der Versicherungssektor wies ein robustes Wachstum auf.

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VAE-BÖRSEN

Jahr

Transaktion
(‘000)

Volumen
(Million Aktien)

Wert
($Milliarde)

Marktkap.
(US$Milliarde)

Zahl der Firmen

Indexgewinne

2000

6,6

24,0

0,1

11,0

27

nichtzutreffend

2001

19,3

77,3

0,4

13,7

27

23,6

2002

36,3

209,2

1,1

29,9

37

14,5

2003

50,7

561,4

2,0

39,6

44

32,1

2004

299,3

6069,3

18,2

82,3

53

88,4

2005

2301,2

34.145,6

140,6

231,4

89

102,9

2006

3412,6

51.355

120,4

168,7

102

39,9

Quelle: Jeweilige Börsen und Global Research, Gulf Business Feb 2007

Die drei VAE-Börsen – ADSM, DFM und Dubai Gold and Commodities Exchange (DGCX) – werden durch die Behörde für Wertpapiere und Waren der Emirate (ECSA) reguliert, die den Richtlinien der Internationalen Vereinigung der Börsenaufsichtsbehörden (IOSCO) genau folgt.

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BUNDESHAUSHALT FÜR 2007

Der Bundeshaushalt für 2007 wurde mit Dh28,4 Milliarden festgesetzt: davon gehen Dh7,1 Milliarden oder 33 Prozent des Gesamtbudgets an die Bildung; 15,7 Prozent oder Dh3,3 Milliarden an Sicherheit und Justiz; Dh1,5 Milliarden oder 7,1 Prozent an das Gesundheitswesen; Dh1,497 Milliarden an das Sozialwesen; und Dh1,1 Milliarden oder 5,2 Prozent an Infrastrukturprojekte. Die Umsetzung des Budgets unterliegt internationalen Buchhaltungsnormen, wie sie vom Internationalen Währungsfonds bescheinigt werden.

INFRASTRUKTUR

Trump Tower & HotelDie florierende Wirtschaft ist der Infrastrukturentwicklung in einem noch nie da gewesenen Maße zuträglich. Einrichtungen in Wohnungsbau, Tourismus, Industrie und Handel sowie in Bildungs- und Gesundheitswesen, ebenso in Strom- und Wasserversorgung, in Telekommunikation, Häfen und Flughäfen werden allesamt gewaltig weiterentwickelt, was die städtische Umgebung in den VAE radikal verändert. Viele der neuen Infrastrukturprojekte werden nach dem öffentlich-privaten Muster durchgeführt, indem der Privatsektor dazu befähigt wird, den durch den Staat eingeleiteten Entwicklungsprozess weiterzuführen.

Auch die Reform der Eigentumsgesetze verlieh dem Städtebau Aufschwung. In jedem der Emirate wird der Einfluss der geplanten Neuentwicklungen auf ein bereits überladenes Transportnetz berücksichtigt und es wird intensiv in die Verbesserung von Straßen, Brücken und öffentlichen Verkehrsmitteln investiert. So z.B. in Dubai, wo derzeit ein Leichtbahnnetz konstruiert wird.

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STROM UND WASSER

Bis Mitte 2006 betrug die Gesamtkapazität der Stromerzeugung in den VAE 16.220 Megawatt (MW), im Vergleich zu 9600 MW im Jahr 2001, und laut Industrieschätzungen wird diese Kapazität bis 2010 auf fast 26.000 MW ansteigen. Gegenwärtig beträgt der Anteil der Abu Dhabi Water and Electricity Authority (ADWEA) 53 Prozent der Gesamtkapazität; die Dubai Electricity & Water Authority (DEWA) zeichnet für 29 Prozent; Sharjah Electricity & Water Authority (SEWA) für 11 Prozent; und die Federal Electricity and Water Authority (FEWA) für 7 Prozent.

Ungefähr 97 Prozent der Produktion werden durch Erdgas betrieben und die restlichen 3 Prozent mittels Diesel oder Dampfturbinen (hauptsächlich in den nördlichen Emiraten) erzeugt. Mitte 2007 werden die Strom- und Wasserwerke in Abu Dhabi, Dubai und Fujairah bereits über die 370 km lange Exportpipeline von Dolphins mit Erdgas aus Katar versorgt.

Auch die kargen Naturwasserreserven der VAE stehen unter Druck. Zwar spielt das Grundwasser noch immer eine bedeutende Rolle bei der Deckung des Bedarfs der Agrarwirtschaft im Gesamtgebiet der Emirate, wobei es sich bei mehr als der Hälfte des von der Bundesbehörde (FEWA) bis heute in den nördlichen Emiraten verteilten Wassers um süßes Grundwasser handelte, doch ein hoher Anteil des Bedarfs der VAE wird durch ein umfassendes, gasbetriebenes Desalinierungeprogramm erfüllt, bei dem Abu Dhabi zirka die Hälfte der Gesamtproduktion von desaliniertem Wasser erstellt. Mit dieser Wasserproduktion konnten ohne Einbeziehung des Grundwassers im Jahr 2004 mehr als 886 Milliarden Liter erzielt werden. Der erhebliche Produktionsanstieg (von 593 Milliarden Litern im Jahr 1996) ist in erster Linie der Fertigstellung neuer Desalinierungsanlagen zu verdanken. Jedoch ist zu erwarten, dass der Wasserverbrauch allein in Abu Dhabi bis 2020 auf 5,858 Milliarden Kubikmeter ansteigen wird.

Water quality testUm dieser Nachfrage mittels erhöhter Kapazität und verbesserter Leistung gerecht zu werden, ging man in Abu Dhabi daran, den Strom- und Wassersektor zu privatisieren. Seit 1997 wurden sechs unabhängige Wasser- und Stromerzeugungsanlagen (IWPPs) auf einer “Build, Own and Operate” (BOO)-Basis als Gemeinschaftsunternehmen in Angriff genommen, wobei ADWEA einen 60-prozentigen Anteil an jeder IWPP behielt, während die verbleibenden 40 Prozent ausländischen Privatanlegern gehören.

Auch in Abu Dhabi wurde ganz offiziell mit einer Privatisierung des Abwassersystems begonnen.

Dubai hat zwar nicht den Privatisierungsweg eingeschlagen, doch werden auch hier beträchtliche Summen für Strom- und Wasserprojekte als Teil einer projizierten Investition in Höhe von Dh50 Milliarden (US$13,62 Milliarden) ausgegeben, die der Erhöhung der Stromerzeugung bis 2010 auf 9500 MW und einer beträchtlichen Anhebung der Desalinierungskapazität dienen soll.

Mitte 2006 wurden die Stromnetze von Abu Dhabi und Dubai miteinander verbunden und die übrigen Emirate wurden in der ersten Jahreshälfte 2007 angeschlossen. Gemeinsam bilden sie das nationale Stromnetz der Emirate (ENG), das schließlich an das Netz der GCC Interconnection Authority zu einem Kostenpunkt von US$1,1 Milliarden angeschlossen werden wird.

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TELEKOMMUNIKATION

Die Liberalisierung der Märkte wirkte sich auf den Telekommunikationssektor aus, der 2006 mit der Allgemeinen Politik für den Telekommunikationssektor (GTP) durch den Obersten Ausschuss für die Überwachung des Fernmeldesektors (SCSTS) in eine neue Phase trat. Die GTP hat das Ziel, die Betriebsgesellschaften zum Wettbewerb anzuspornen, mehr VAE-Staatsbürger am wirtschaftlichen Entwicklungsprozess zu beteiligen und durch Förderung der VAE als Knotenpunkt des ICT zur wirtschaftlichen Diversifizierung beizutragen.

Die Emirates Telecommunications Corporation (Etisalat), die 30 Jahre lang – bis 2006 – der alleinige Telekom-Anbieter in den VAE war, machte die VAE zu einer der am besten vernetzten Nationen innerhalb der Region. Die Marktdurchdringungsziffern für die Hauptdienste sind mit denen der höchstentwickelten Märkte der Welt vergleichbar. Mit über 5,1 Millionen Teilnehmern hat die Marktdurchdringung für Mobiltelfone die 100-Prozent-Marke überschritten (125 Prozent), was eine Erstleistung in der Region darstellt. 587.000 Internetteilnehmer haben Zugang zum Internet, und die Zahl der Festleitungsteilnehmer beträgt 1,3 Millionen (Zahlen von 2006).

Mobile phone communicationEtisalat investierte außerdem stark in die regionale Telekommunikationsindustrie und wurde im Jahr 2006 mit einem Marktwert von US$25,32 Milliarden als sechstgrößte Korporation im Nahen Osten und als zweihunderachtundsiebzigste unter den 500 Spitzenfirmen der Welt eingestuft.

Im Rahmen des Liberalisierungsprozesses erteilte die Telekommunikations-Regulierungsbehörde (TRA) der Emirates Integrated Telecommunications Company (EITC), die unter dem Namen ‘du’ handelt, die Genehmigung, im Dezember 2005 in den Markt einzusteigen. Zu Beginn des Jahres 2006 wurden zwanzig Prozent der Firma zur öffentlichen Aktienzeichnung angeboten; im April 2006 begann du den Handel an der Börse (DFM) und nahm zu Beginn des Jahres 2007 ihren Betrieb auf. Die Firma setzte sich das Ziel, innerhalb von drei Jahren 30 Prozent des VAE-Markts zu erwerben.

Etisalat ist außerdem ein bedeutender Anteilseigner und Dienstleister für die Thuraya Satellite Telecommunications Company, einem Satelliten-Telekom-Dienstleister mit Sitz in Abu Dhabi, der 1997 in den VAE durch ein Konsortium führender nationaler Telekommunikationsbetriebe und internationaler Investmenthäuser gegründet wurde. Thuraya bietet fast einem Drittel der Welt preiswerte Satelliten-Mobiltelefondienste mittels Dual-Mode-Handsets und Satelliten-Münzfernsprechern. Der dritte Satellit der Firma, Thuraya 3, soll 2007 den Betrieb aufnehmen.

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FLUGHÄFEN UND HÄFEN

Die maßgebliche wirtschaftliche Entwicklung hat zu einer entsprechenden Expansion der Flughafen-Infrastruktur und den damit verbundenen Infrastrukturen in den VAE geführt, wo die Gesamtinvestitionen in die Entwicklung der Flughäfen in den kommenden 20 Jahren über Dh75 Milliarden (US$20,43 Milliarden) betragen werden. Diese Zahl schließt den weiteren Ausbau des Internationalen Flughafens Abu Dhabi zu einem Kostenpunkt von Dh30 Milliarden (US$8,17 Milliarden) ein; Dh15 Milliarden (US$4,08 Milliarden) werden für die fortlaufende Erweiterung des Internationalen Flughafens Dubai; ausgegeben; und die geschätzten Kosten des Bauprojekts Dubai World Central das den siebten internationalen Flughafen der VAE beherbergen wird, betragen Dh30 Milliarden (US$8,17 Milliarden).

Etihad Airways airplaneFür die Neuentwicklung des Internationalen Flughafens Sharjah wurden Dh227 Millionen (US$61 Millionen) bereitgestellt, Ajman verpflichtete sich zu weiteren Dh2,9 Milliarden (US$800 Millionen) zum Bau seines neuen Flughafens und Fujairah kündigte eine Investition in Höhe von Dh183 Millionen (US$49 Millionen) zum Ausbau seines Terminals und den damit verbundenen Einrichtungen an. Der Internationale Flughafen Al Ain wurde zu einem Kostenpunkt von Dh75 Millionen (US$20,43 Millionen) ausgebaut, während die Regierung des Emirats Ra’s al-Khaimah Dh1Milliarden (US$272 Millionen) in die Erweiterung des dortigen Flughafens investiert. Dieser Kapitalaufwand macht die VAE zum größten Kapitalanleger in der Flughafenentwicklung im Nahen Osten.

Das Tempo, mit dem diese Flughafenerweiterungen durchgeführt werden, geht auf den phänomenalen Erfolg bestehender Fluglinien wie Emirates, mit Sitz in Dubai zurück, aber auch neuer Fluglinien wie Etihad Airways mit Sitz in Abu Dhabi, Sharjahs Air Arabia, der ersten Billigfluglinie der Region, sowie RAK Airways. Emirates, eine der zehn Spitzenfluglinien der Welt, plant, ihre Kapazität während der nächsten zehn Jahre zu verdreifachen. Etihad ist eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften der Welt mit einer weitreichenden Strategie zur Erhöhung ihrer Flottenkapazität und zur Erweiterung ihres internationalen Flugroutennetzes.

Angesichts ihrer strategischen geografischen Lage zwischen Ost und West sind die Häfen der VAE genau wie ihre Flughäfen ein wesentlicher Faktor im Antrieb des Wirtschaftswachstums, insbesondere bei der Erschließung neuer Märkte. Dies ist auch der Grund für ihre derzeitige beträchtliche Erweiterung.

Mina (Port) Zayed in Abu Dhabi City ist der Hauptfrachthafen für allgemeine Frachten in diesem Emirat. Die Abu Dhabi Ports Company (ADPC) baut derzeit auch eine große neue Einrichtung, Khalifa Port, mit einem angrenzenden Industriegebiet in Al Taweelah. Die erste Phase dieses Projekts wird ungefähr Dh8 Milliarden (US$2,18 Milliarden) kosten. Auch ein großer neuer Industriehafen in Mussafah wird voraussichtlich im Jahr 2009 seinen Betrieb aufnehmen. Mina Zayed

Dubais Häfen in Port Rashid in Dubai City und dem südwestlich der Stadt gelegenen Jebel Ali spielen in den VAE eine wichtige Rolle. Allen voran der Hafen von Jebel Ali, wo hauptsächlich Mengenfracht und Industriematerialien für die Freihandelszone Jebel Ali abgefertigt werden. Er ist der größte Hafen im Land und der größte künstliche Hafen der Welt.

Sämtliche Häfen Dubais erlebten während der letzten Jahre einen steilen Anstieg ihrer Durchsatzraten, die voraussichtlich noch weiter zunehmen werden, wenn die erste Phase der Vier-Phasen-Expansion in Jebel Ali, die insgesamt Dh4,6 Milliarden (US$1,25 Milliarden) kosten soll, 2007 in Betrieb genommen wird.

Sharjah ist das einzige Emirat mit einem Hafen an den beiden Küsten der VAE. Der Khor Fakkan Container Terminal (KCT) an der Ostküste ist der einzige Tiefwasserhafen in der Region. Für den heutigen enormen Tiefsee-Containerhandel ist seine geografische Lage von besonderer strategischer Bedeutung, da er nahe an den wichtigsten Ost-West-Schifffahrtsrouten und außerhalb der für den Schiffsverkehr gefährlichen Meerenge von Hormuz liegt. Der KCT ist bereits einer der führenden Knotenpunkte für das Container-Transshipment im Land und wird derzeit zu einem Gesamtkostenpunkt von Dh300 Millionen (US$81,75 Millionen) bedeutend erweitert.

Der Hafen von Fujairah gab zu Beginn des Jahres 2005 weitere 150.000 Kubikmeter Lagerraum für Onshore-Bunker in Auftrag. Damit ist er nun das zweitgrößte Bunkerzentrum der Welt, über das pro Jahr 12 Millionen Tonnen Brennstofföl im Wert von US$2,5 Milliarden (Dh9,17 Milliarden) geliefert werden.

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