• Arabic
  • French
  • German
  • Spanish
Unterstützt durch The National Media Council.

WIRTSCHAFT


  1. Wirtschaft
  2. Infrastruktur
  3. Strom und Wasser
  4. Telekommunikation
  5. Flughäfen und Häfen
  6. Links

WIRTSCHAFT

Das Wirtschaftssystem der VAE ist eine freie Marktwirtschaft und der Staat ist einer der politisch stabilsten und sichersten in der Region. Damit ist die Wettbewerbsfähigkeit des Landes als kommerzielles Drehkreuz und als zweitstärkste Wirtschaft der Region gefestigt.Abu Dhabi Corniche


Das Wirtschaftswachstum der VAE ist abgesehen von einer kurzfristigen Unterbrechung infolge der Weltwirtschaftskrise stabil. Hohe Ölpreise, höhere Staatsausgaben und eine Wiederbelebung der Tourismus-, Transport- und Handelsbranchen unterstützen die Erholung. Darüber hinaus trugen eine erfolgreiche Umschuldungsstrategie bei namhaften Unternehmen, Solidarität unter den Emiraten und eine vorausschauende Geld- und Finanzpolitik maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität des Markts bei..

Trotz der jüngsten Verbilligung der Ölpreise und der starken Volatilität des Sektors bleibt die Wirtschaft der VAE robust. Nach der wirtschaftlichen Abkühlung im Jahr 2010 stieg das BIP in den VAE 2014 zum Jahresende auf einen Wert von US$419 Milliarden und verzeichnete damit gegenüber 2013 ein Plus von 4,8 Prozent. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum der VAE beläuft sich auf 3,2 Prozent für 2015 und 2016. Die Prognose für das vom Öl bereinigte BIP beläuft sich auf 4,4 Prozent 2015 und 4,5 Prozent 2016.

Abu Dhabis Economic Vision 2030 und Dubais Strategieplan 2015 geben den Impuls für wirtschaftliche Diversifizierung. Im Rahmen der Strategie sollen Investitionen in industriellen und anderen exportorientierten Sektoren verstärkt werden wie Schwerindustrie, Transport, Tourismus, Informationstechnologie, Telekommunikation, erneuerbare Energien, Luft- und Raumfahrt und Öl- und Gasdienste. In diesen Bereichen wurde bereits viel erreicht, insbesondere in der Tourismus- und Handelsbranche, Satelliten- und Telekommunikation, bei der Luftfahrt und bei den erneuerbaren Energien. 2014 rangierten die VAE auf dem ersten Platz unter den arabischen Ländern, die ausländische Direktinvestitionen gewannen. Sie beliefen sich auf US$10,1 Milliarden.

Auch wenn die kurzfristigen Prioritäten anders gesetzt werden mussten, um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen, bleibt die langfristige Strategie unverändert.

Auf Bundesebene verfolgen die VAE die 2021 Vision, die darauf abzielt, zum goldenen Jubiläum der Föderation im Jahr 2021 Innovationen, Forschung, Wissenschaft und Technologie in den Mittelpunkt einer wissensbasierten, hochgradig produktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu setzen.

Der Handel spielt seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle im Wirtschaftsleben der VAE, was angesichts der strategisch günstigen geographischen Position des Landes kaum überraschen dürfte. Gezielte und weitsichtige Investitionen in Flughäfen, Häfen und Dienstleistungen sowie ein befähigendes Wirtschaftsumfeld haben zudem sichergestellt, dass sich die VAE zu einem wichtigen Handelsdrehkreuz entwickelt haben, das die regionalen Märkte mit der Außenwelt verbindet. Eine stabile Erholung der meisten Branchen hat außerdem zu einem Anstieg des Außenhandels geführt. 2013 schnellte der Außenhandelsindex der VAE auf die Werte vor der globalen Finanzkrise zurück, und 2014 erreichte der Außenhandel insgesamt ein Volumen im Wert von US$292,2 Milliarden.

Erdöl und -gas

Die VAE haben die weltweit sechstgrößten nachgewiesenen Öl- bzw. die siebtgrößten nachgewiesenen Erdgasreserven, die auf 97,8 Millionen Barrel bzw. 83,8 Milliarden Kubikmeter geschätzt werden. Letztere machen rund 5 Prozent der gesamten Erdgasreserven weltweit aus. Der größte Teil der Reserven der VAE (95 Prozent der Erdölreserven und rund 94 Prozent der Erdgasreserven des Landes) befinden sich in Abu Dhabi, sowohl im Landesinneren als auch Offshore. Als achtgrößter Ölproduzent der Welt sind die VAE der viertgrößte Nettoölexporteur: Die Rohölexporte beliefen sich Ende 2014 auf 2,9 Millionen Barrel täglich (bpd), annähernd 8 Prozent der Gesamtölproduktion der OPEC. Ein Großinvestitionsprogramm in Abu Dhabi von über US$70 Milliarden läuft weiter. Es ist das erklärte Ziel des Supreme Petroleum Council (SPC) und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), bis 2017 eine Produktion von 3,5 Millionen Barrel täglich zu erreichen.

 

Abu Dhabis Erdgasproduktion stieg in den letzten Jahren im Rahmen wichtiger Projekten zur Integration der Offshore- und Onshore-Produktion aus Erdölbegleitgas aus großen Ölfeldern und zur Reduzierung der Gasabfackelung maßgeblich an. Abu Dhabi war der erste Golfstaat, der Flüssigerdgas herstellte und hat langfristige Verträge für Erdgasexporte abgeschlossen. Gleichzeitig ging der Bedarf im Inland an Gas für Kraft- und Entsalzungswerke stark nach oben. Das Gas wird auch wieder in die Ölfelder geführt, um den Druck der Bohrtürme zu erhalten. Darüber hinaus findet es in der stark expandierenden Petrochemie- und Düngemittelbranche Einsatz.

In den letzten Jahren hat Adgas, der offshore gasproduzierende Geschäftsbereich von ADNOC, die Erdgasproduktion auf einen Umfang von 2 Milliarden Standardkubikfuß täglich (SCF/Tag) verdoppelt. Die Hälfte davon geht an die Einrichtungen der Onshore-Gasfirma Gasco in Habshan zur weiteren Bearbeitung, bevor das Gas in das nationale Netz in Abu Dhabi und den anderen Emiraten gepumpt wird. Adgas plant bis 2017 eine Produktionssteigerung auf 2,4 Milliarden SCF/Tag.

Im nachgelagerten Erdölbereich haben IPIC und Takreer, die Ölraffinierie von ADNOC, seit Jahren Verbesserungen in der Raffinerie verfolgt, um die Ölverarbeitungskapazitäten von Abu Dhabi von 485.000 auf 885.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Takreer hat neue Verarbeitungskapazitäten von 417.000 Barrel pro Tag in der bestehenden Raffinerie Ruwais geschaffen, die sich ca. 200 km westlich der Hauptstadt der VAE an der Küste Abu Dhabis befindet. IPIC baut eine neue Raffinerie mit einer Kapazität von 200.000 Barrel pro Tag in Fujairah. Letztere wird Destillate für den lokalen Gebrauch, für den Export und für Marinedieselöl produzieren. Die VAE produzieren auch Chemieprodukte im Wert von geschätzten US$11 Milliarden wie Kunststoff und Düngemittel.

Die aktuellen Ölreserven von Dubai belaufen sich auf rund 4 Milliarden Barrel. Die Ölproduktion Dubais, die einst die Hälfte des BIP der Emirate ausmachte, ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Demzufolge importiert das Emirat, das einst ein Nettoölexporteur war, heute den größten Teil seines Ölbedarfs. Allerdings soll ein neues Offshore-Feld, das nach der jüngsten Tochter seiner Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Mubaraks den Namen “Al Jalila” trägt, 2016 die Produktion aufnehmen und die Produktion von Rohöl in Dubai maßgeblich erhöhen. Es wird auch Erdgas aus Offshore-Feldern gepumpt, und bedeutende Erdgasreserven wurden in der neuen T-02 Erkundungsbohrung entdeckt, dennoch verbraucht Dubai mehr Erdgas als das Emirat produziert, so dass es mehr und mehr von Importen abhängig ist, um die Differenz auszugleichen. Derzeit kauft das Emirat bereits mehrere Hundert Kubikfuß Erdgas täglich über eine Untermeeresleitung von Dolphin Energy. Nach Fertigstellung eines Empfangsterminals im Jahr 2011 importierte Dubai 650.000 Tonnen Flüssiggas jährlich gemäß einer vertraglichen Vereinbarung mit Qatar Petroleum und Shell.

Vier der anderen fünf Emirate der VAE produzieren auch in kleinen Mengen Erdöl und –gas. Fujairah produziert weder Erdöl noch –gas, hat aber einen der weltweit größten Bunkerhäfen, den Hafen von Fujairah im Arabischen Meer. Dort werden Millionen Tonnen Marinediesel und andere Ölprodukte umgeschlagen. Mit Fertigstellung der strategischen Rohölpipeline aus Abu Dhabi durchläuft Fujairah eine schnelle Expansion. Dazu gehören die Entwicklung der zweitgrößten Raffinerie der VAE und der Bau von Lager- und Mischeinrichtungen.

Zurück nach oben

INFRASTRUKTUR

Die Infrastruktur der VAE ist eine der bestentwickelten weltweit. Um ein beschleunigtes Wachstum zu gewährleisten, wird weiterhin viel Kapital in die Infrastruktur investiert. An der Spitze dieser Initiative steht die UAE Vision 2021 National Agenda, die sich zum Ziel gesetzt hat, dass die VAE bezüglich Qualität der Infrastruktur pünktlich zur Jubiläumsfeier der Staatsgründung (2021) unter den weltbesten Ländern sind. Unter Leitung der Grünen Wachstumsstrategie der VAE besteht die Herausforderung darin sicherzustellen, dass diese Entwicklung nachhaltig geschieht.

Trump Tower & Hotel

Weitreichende städtische Planungsinitiativen wie Abu Dhabis Emirat-weite Vision 2030, die Kultur und Gesellschaft vor der Wirtschaft den Vorzug gibt, und der Dubai Urban Development Master Plan 2020 sind entscheidend bei der Umsetzung des Ziels der VAE. Viele neue Projekte in Dubai werden durch die dort stattfindende Weltausstellung Expo 2020 vorangetrieben. Für die Infrastruktur auf dem Expo-Gelände und in der Stadt werden Dh30 Milliarden (US$8,174 Milliarden) ausgegeben, von denen nachfolgende Generationen profitieren werden.

Auf Bundesebene planen die VAE Ausgaben von Dh6 Milliarden (US$1,63 Milliarden) für wichtige Infrastrukturentwicklungen im Land wie in Straßennetz und Bundesgebäude. Es gab insbesondere erhebliche Regierungsinvestitionen und die “Khalifa Initiative” in den Emiraten Sharjah, Ajman, Umm al-Qaiwain, Ra's al-Khaimah und Fujairah, die sicherstellen sollen, dass die Einwohner dieser Emirate dieselben Einrichtungen genießen können wie jene, die in den größeren Emiraten von Abu Dhabi und Dubai wohnen.

 

Zurück nach oben

 

STROM UND WASSER

Die Nachfrage nach Strom und Wasser steigt in den VAE wegen der schnell wachsenden Bevölkerung, des Wirtschaftswachstums und der Klimabedingungen rapide an. Und so hat das Land einen der höchsten Pro-Kopf-Verbrauchswerte weltweit sowohl für Wasser als auch für Strom. Gemäß dem staatlichen Energiebericht der VAE verbrauchen die Einwohner der VAE rund 550 Liter Wasser und 20 bis 30 Kilowattstunden Strom täglich im Vergleich zum internationalen Durchschnitt von 170 bis 300 Litern bzw. 15 kWh täglich. Viele neue Kraftwerke wurden in den letzten Jahren gebaut, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Derzeit verwenden über 27 Gigawatt (GW) der installierten Kapazitäten in den Emiraten Erdgas, den saubersten verfügbaren fossilen Brennstoff. 50 % davon werden ins Land importiert. Diese Kraftwerke sind relativ effizient und modern, der größte Teil wurde in den letzten zehn Jahren erbaut. Das bedeutet, dass die VAE derzeit einen der niedrigsten Kohlenstoffausstöße (CO2-Emission pro kWh) bei der Stromerzeugung in der Region haben. Dieser Wert liegt auch unter dem globalen Durchschnitt.

Water quality test

Die Entsalzung bleibt eine der wichtigsten Trinkwasserressourcen in einem Land, das nur über wenige nutzbare natürliche Quellen verfügt. Die Entsalzung wird im Fall von Umkehrosmose direkt mit elektrischer Energie betrieben, oder sie ist ein Nebenprodukt der Stromerzeugung durch Mehreffekt-Verdampfung (MED, multiple effect distillation) und Mehrstufen-Entspannungs-Verdampfung (MSF, multi-stage flash distillation). In Abu Dhabi nutzen gasbetriebene Blockheizkraftwerke den bei der Stromerzeugung anfallenden Dampf für die thermische Entsalzung von Meerwasser. Die Entsalzungskapazität in Abu Dhabi stieg um das 3,5-fache von 1,17 Mm/Tag (258 MIGD) im Jahr 2000 auf 4,16 Mm/Tag (918 MIGD) 2013. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Kapazität verdoppeln.

Die Wachstumsrate bei der Stromnachfrage soll sich jedoch bis 2030 auf jährlich 5,5 Prozent abschwächen und die Wachstumsrate von an Endverbraucher geliefertem Wasser soll auch vom historischen Durchschnittswachstum zwischen 1998 und 2012 von fast 10 Prozent jährlich auf rund 2 Prozent zwischen 2014 und 2030 fallen.

Die Herausforderung besteht darin, die Nachfrage nach Strom und Wasser sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht nachhaltig zu befriedigen. Deshalb setzt UAE Vision 2021 auf der nationalen Agenda Ziele für saubere Energien, Verfügbarkeit von Wasser und Produktivität, Reduzierung der CO2-Emissionen und Energieintensität. Mehr Erhaltung, Diversifizierung der Energie, der Einsatz von Technologie und Innovationen bei der Strom- und Wassererzeugung sowie insgesamt eine Energieeffizienz sind die Schlüsselmomente zur Umsetzung dieser Ziele. Der breit gefächerte Energiemix der VAE umfasst erneuerbare Energien, traditionelle Kohlenwasserstoffe und Kernkraft. Gemäß Prognose von Abu Dhabi werden 7 Prozent der Energie bis 2020 aus erneuerbaren Quellen erzeugt, während Dubai das Ziel kürzlich auf 7 Prozent im Jahr 2020 und 15 Prozent im Jahr 2030 erhöht hat. Dubai hat auch vor, einen Teil seiner Energie aus sauberer Kohle zu produzieren.

 

Das Kernkraftwerk der VAE befindet sich in Barakah in Abu Dhabi. Der erste Sektor soll 2017 fertiggestellt werden, drei weitere Sektoren folgen in jährlichen Intervallen. Bis 2020 sollen die vier Kernkraftsektoren bis zu einem Viertel des Strombedarfs des Landes liefern und den CO2-Ausstoß um bis zu 12 Millionen Tonnen pro Jahr senken.

 

Zurück nach oben

TELEKOMMUNIKATION

Die VAE verfügen über ein schnelles, effizientes Telekommunikationsnetz, das von der Regulierungsbehörde der VAE für Telekommunikation (TRA) geregelt wird.

Mobile phone communication

TRA Statistik (Juni 2015)
Anzahl der Festnetzanschlüsse           2.153.343
pro 100 Einwohner                              25,3
Aktive Mobilfunkverträge                     17.186.727
pro 100 Einwohner                              202,3
Internetteilnehmer                               1.156.291
Breitbandteilnehmer                            1.154.985
Breitband-Internet pro 100 Einwohner 13,6

Dieser Sektor wird derzeit von zwei Telekommunikationsanbietern bedient, Emirates Telecommunications Corporation (Etisalat) und Emirates Integrated Telecommunications Company PJSC (du). Der Wettbewerb im Telekommunikationsbereich der VAE wurde 2007 eröffnet, als der zweite Lizenznehmer sein mobiles Netzwerk einführte und damit ein fast 30-jähriges Monopol von Etisalat beendete.

Internationale Indizes, die verschiedene Informations- und Telekommunikationstechnologie-Indikatoren (ICT) auflisten, unterstreichen, dass der Telekommunikationsbereich der VAE sehr gesund ist.

Die VAE belegen beispielsweise unter allen arabischen Ländern den ersten Platz im vom Weltwirtschaftsforum herausgegebenen 2015 Networked Readiness Index (NRI) und den 23. Platz unter allen 143 Ländern, die bewertet wurden. Im Jahr 2014 belegten die VAE noch den 24. Platz.

 

Bei den einzelnen analysierten Indikatoren lagen die VAE unter den arabischen Ländern in folgenden Bereichen auf dem ersten Platz:
• Business-to-Consumer Internetnutzung;
• E-Partizipationsindex;
• Internetzugang in Schulen
• Sichere Internetserver
• Niedrige Rate an Softwarepiraterie, Prozentsatz der installierten Software

 

International belegten die VAE in folgenden Bereichen den ersten Platz:
• 1. Platz bei der Nutzung von ICT und Effizienz der Regierung
• 1. Platz (gemeinsam) bei der mobilen Netzabdeckung in Prozent der abgedeckten Bevölkerung
• 1. Platz bei der Bedeutung von ICT für die Zukunftsvision der Regierung
• 1. Platz bei der Auswirkung von ICT auf den Zugriff auf Basisdienste
• 2. Platz bei der staatlichen Förderung von ICT
• 2. Platz bei der Bedeutung von ICT für neue Dienste und Produkte
• 2. Platz bei der staatlichen Beschaffung von fortschrittlichen Technologieprodukten
• 4. Platz bei Gesetzen in Bezug auf ICT
• 5. Platz bei der Bedeutung von ICT bei neuen Organisationsmodellen
• 7. Platz Mobilfunkteilnehmer pro 100 Einwohner
• 7. Platz Technologienutzung auf Unternehmensebene
• 7. Platz Business-to-Business Internetnutzung
• 8. Platz Verwendung virtueller sozialer Netzwerke
• 8. Platz Verfügbarkeit neuester Technologien

 

Der vollständige NRI-Bericht ist verfügbar unter: http://www.weforum.org. Hier finden Sie weitere Rankings der VAE.

 

Zurück nach oben

 

FLUGHÄFEN UND HÄFEN

Die Luftfahrt ist ein wichtiger Wirtschaftsbereich der VAE, der einen bedeutenden Beitrag zum BIP leistet. Luftfahrt und Logistik haben auch einen großen Einfluss auf die Bereiche Tourismus, Hotels und Gastronomie, Handel und Finanzen und fördern und stärken die wirtschaftliche Diversifizierung.

Etihad Airways airplaneEin ausschlaggebender Faktor für den Erfolg der Luftfahrtindustrie ist die strategische Position der VAE, die das Land zu einem echten globalen Drehkreuz für Flugreisen macht. Von hier aus gehen viele Direktflüge zu einer Vielzahl von Destinationen weltweit. Darüber hinaus haben Expansion, Reichweite und Attraktivität der nationalen Fluglinien des Landes, darunter die mehrfach preisgekrönte Fluggesellschaft Emirates und Etihad Airways sichergestellt, dass die Passagierzahlen an den sieben Flughäfen der VAE steigen. Da die heimischen Airlines in der hart umkämpften Luftfahrtindustrie sich gut entwickeln, stiegen auch die Passagierzahlen und der Cargo-Umschlag an den Flughäfen der VAE. Die andauernden Entwicklungen tragen dazu bei, dass sich der Trend fortsetzen wird.

Die Kapazität an den Flughäfen der VAE mit 100 Millionen Fluggästen in 2014 wird bis 2020 auf 250 Millionen Passagiere ausgebaut. Gleichzeitig investieren die Flughäfen der VAE bis zu US$50 Milliarden in die Entwicklung, wobei ein reibungsloser und effizienter Betrieb im Vordergrund steht.

Der Dubai International Airport (Sitz der Fluglinie Emirates) war der am meistbesuchte Flughafen im Jahr 2014, in dessen Gebäuden 70,4 Millionen Passagiere abgefertigt wurden, einem Zuwachs von 6,1 Prozent gegenüber 2013. Der Aufstieg an die Spitze war kometenhaft, weil der Flughafen noch 2010 mit 28 Millionen Passagieren nur an 10. Stelle stand. Das Expansionsprogramm des Flughafens von Dh28 Milliarden (US$7,6 Milliarden) könnte die Kapazität bis zum Jahr 2018 auf 90 Millionen Passagiere jährlich erhöhen. Darüber hinaus schlug Dubai gut 2,4 Millionen Tonnen Luftfracht im Jahr 2014 um und rangiert damit auf dem 3. Platz hinter Südkorea und Hong Kong.

 

Der Abu Dhabi International Airport begrüßte einen Rekordwert von 20 Millionen Passagieren im Jahr 2014, ein Zuwachs von 20 Prozent gegenüber 2013. Der Luftfrachtumschlag stieg auch im Jahresvergleich um 12,8 Prozent. Kürzliche Entwicklungen am Flughafen rationalisierten die Dienste, insbesondere die Handhabung des Airbus A380. Die Fertigstellung des prestigeträchtigen Midfield Terminal Complex (MTC) 2017 wird die Kapazität auf ca. 40 Millionen weiter ausweiten. Das spektakuläre neue Terminal befindet sich zwischen den beiden Start- und Landebahnen des Flughafens (daher der Name Midfield, Feld in der Mitte), und wird mit einer 52 Meter hohen Decke und einem Indoor-Park von 8.400 Quadratmetern ausgestattet sein.

 

Wie in Dubai wurde das zweistellige jährliche Wachstum, die der Abu Dhabi Airport im letzten Jahrzehnt verzeichnete, direkt durch die aggressive Expansion der nationalen Fluglinie Etihad Airways beeinflusst und wird maßgeblich durch Etihads strategische Partnerschaften und Codeshare-Allianzen gestärkt.

 

Der Sharjah International Airport meldete einen Zuwachs um 11,76 Prozent bei den Passagierzahlen im Jahr 2014 basierend auf einem Durchsatz von 9,5 Millionen Passagieren. Das war in erster Linie das Ergebnis der aggressiven Expansion von Air Arabia, der ersten Billigfluglinie der Region, die 100 Destinationen von dem Flughafen aus anfliegt. Der Luftfrachtumschlag auf dem Flughafen sank 2014 allerdings auf 240.000 Tonnen, im Vorjahr waren es noch 295.402 Tonnen.

 

Air Arabia fliegt auch vom Ra's al-Khaimah International Airport, der die Passagierzahlen bis 2015 auf 600.000 erhöhen will.

 

Die Seehäfen der VAE sind wie die Flughäfen internationale und regionale Drehkreuze und ein wichtiges Instrument für Wirtschaftswachstum und die Erleichterung der Diversifizierung. Dem World Shipping Council zufolge befinden sich zwei der 50 Top-Containerhäfen weltweit in den VAE, wobei Dubai unter den Top 10 rangiert. Insgesamt kommt 61 Prozent der Fracht für die Staaten des Golfkooperationsrats in den Häfen der VAE an.

 

Der Mina (Port) Zayed in Abu Dhabi City, der 40 Jahre lang der Hauptfrachthafen der Emirate war, wurde vom Khalifa Port verdrängt, einem massiven neuen Hafen im Wert von Dh26,5 Milliarden, einer Hafenfläche von 417 Quadratkilometern und einem in Entwicklung befindlichen Industriegelände in Al Taweelah, östlich der Stadt. Bis 2030 hat Khalifa Port die Kapazität zum Umschlag von 15 Millionen 20-Fuß-Einheiten und 35 Millionen Tonnen allgemeiner Fracht. Bis dahin soll Khalifa Port und das angrenzende Industriegebiet Kizad Schätzungen zufolge 15 Prozent zum vom Erdöl bereinigten BIP beitragen. Mina Zayed übernimmt jetzt eine neue Rolle als Spezialhafen für den wachsenden Freizeit- und Kreuzschiffahrtsmarkt.

 

Die Häfen von Dubai in Port Rashid in Dubai City und Jebel Ali südlich der Stadt spielen eine führende Rolle im Handel der VAE. Beide werden von DP World betrieben, dem größten Marineterminal- und Hafenbetreiber im Mittleren Osten. DP World betreibt auch den Hafen Hamriya und den Fujairah Container Terminal und ist ein wichtiger internationaler Player, der 60 Terminals auf sechs Kontinenten unterhält. Die Kapazität im Jebel Ali Port wurde kürzlich von 14 Millionen 20-Fuß-Einheiten auf 19 Millionen ausgeweitet.

 

Das Emirat Sharjah ist das einzige Emirat mit jeweils einem Hafen an beiden VAE-Küsten. Der an der Ostküste gelegene Hafen Khor Fakkan Container Terminal ist der einzige natürliche Tiefwasserhafen der Region mit einer strategischen geographischen Lage hinsichtlich des aktuell gigantischen Tiefseecontainerhandels, da er nahe an den Ost-West-Handelsstraßen und außerhalb der empfindlichen Straße von Hormus liegt. Er hat die Ausrüstung, um massive Containerschiffe über 16.000 20-Fuß-Einheiten abzufertigen.


Der Fujairah Port, der sich ebenfalls in strategischer Lage außerhalb der Straße von Hormus befindet, hat in den letzten Jahren einen Boom der Lagerkapazität in seinen Marinedieselöl-Einrichtungen erlebt, der auf über 6 Millionen Kubikmeter anstieg. Weitere Expansionen sind in Arbeit.

 

 

Zurück nach oben

 

 

UAEINTERACT LINKS


Zurück nach oben