Embassy of the United Arab Emirates in Germany
Hiroshimastr. 18-20, D-10785, Berlin, Germany
Tel: + 49 3051 6516;
Fax: + 49 3051 6900
Email: berlin@uae-embassy.de
Website: www.uae-embassy.de
Bonn
Tel: + 49 228 267070;
Fax: + 49 228 267 0775
Munich
Tel: + 49 89 419 770;
Fax: + 49 89 41079450
|
|
KULTURERBE
- Geschichte
- Brauchtum
- Kulturelle Entwicklungen
- Kulturelle Organisationen
- Museen
- Theater
- Websites
- Links
GESCHICHTE
Die Geschichte der VAE geht weit zurück, und zwar – falls jüngste archäologische Funde des Jahres 2006 bestätigt werden – mehrere zehntausend Jahre. Vor diesen kürzlich in Abu Dhabi und Sharjah gemachten Funden setzte man die erste fest erwiesene Besiedlung durch Menschen auf die Zeit vor 7500 Jahren an, als das Klima noch feuchter war. Selbst für dieses frühe Stadium gibt es Nachweise einer Interaktion mit der Außenwelt, insbesondere mit Zivilisationen im Norden. Diese Kontakte dauerten an und dehnten sich, wahrscheinlich bedingt durch den Handel mit Kupfer aus dem Hajar-Gebirge, immer weiter aus. Gleichzeitig wurde aber auch das Klima zunehmend trockener und die Bewohner befestigter Oasen konzentrierten sich nun auf die Landwirtschaft.
Der Außenhandel, ein Leitmotiv in der Geschichte dieser strategischen Region, scheint auch später floriert zu haben, sicher auch bedingt durch die Domestizierung des Kamels gegen Ende des zweiten Jahrtausends.. Gleichzeitig ermöglichte die Entwicklung neuer Bewässerungsmethoden (falaj-Bewässerung) die weitläufige Irrigation landwirtschaftlicher Anbauflächen, was eine wahre Besiedlungsexplosion innerhalb der Region zur Folge hatte.
Im ersten Jahrhundert n. Chr. bildeten der Karawanenverkehr über Land zwischen Syrien und Städten im südlichen Irak, gefolgt von Seereisen zum wichtigen Hafen Omana (der vielleicht das heutige Umm al-Qaiwain oder Dibba ist) und von dort aus nach Indien, bereits eine Alternative zu der von den Römern benutzten Seeroute über das Rote Meer. Seit Jahrtausenden war in dieser Gegend ausgiebig nach Perlen gefischt worden, und zu dieser Zeit erreichte der Handel neue Höhen. Auch die Seefahrt stützte diesen Handel, und die großen Basare in Dibba lockten Kaufleute aus weit entfernten Ländern wie China an.
Die Ankunft der Gesandten des Propheten Muhammad im Jahr 630 n. Chr. leitete die Bekehrung der Region zum Islam ein, wobei Dibba erneut eine bedeutende Rolle spielte – diesmal als Schlachtfeld für die Kämpfe, die nach dem Tod des Propheten stattfanden. Im Jahr 637 benutzten islamische Armeen Julfar (Ra’s al-Khaimah) bereits als Stützpunkt für die Eroberung des Iran. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich Julfar zu einer reichen Hafenstadt und zu einem maßgeblichen Perlenzentrum, von dem aus riesige, hölzerne Dhaus den Indischen Ozean in seiner gesamten Länge und Breite durchkreuzten und mit Mombasa in Kenia, Sri Lanka, Vietnam und China Handel trieben.
Die Ankunft der Portugiesen im Golf im sechzehnten Jahrhundert hatte blutige Folgen für die arabischen Einwohner Julfars und anderer Häfen der Ostküste wie z. B. Dibba, Bidiya, Khor Fakkan und Kalba. Doch während die europäischen Mächte um Vorherrschaft in der Region kämpften, nahm der mächtige heimische Clan der Qawasim an Stärke zu. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts verfügten die Qawasim bereits über eine Flotte von mehr als 60 Schiffen und fast 20.000 Seeleute, was schließlich eine britische Offensive zur Kontrolle der Seehandelsrouten zwischen dem Golf und Indien provozierte.
Im Landesinneren war der Bogen der Dörfer in den Liwa-Oasen seit dem sechzehnten Jahrhundert zu einem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zentrum für die Bani Yas geworden. Doch bald nach 1790 hatte sich die Stadt Abu Dhabi zu einem so bedeutenden Perlenzentrum entwickelt, dass der politische Führer des Bani Yas-Stammes, der Scheich der Al Bu Falah (Al Nahyan-Familie) aus den Liwa-Oasen dorthin zog. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts siedelten sich auch Mitglieder der Al Bu Falasah, eines Zweigs der Bani Yas, am Fluss in Dubai an und begründeten in jenem Emirat die Herrschaft der Maktoum.
Im Anschluss an die Niederlage der Qawasim unterzeichneten die Briten eine Reihe von Verträgen mit den Scheichs der einzelnen Emirate. Diese ab den zwanziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts abgeschlossenen Verträge wurden später durch Abkommen zur Aufrechterhaltung eines Seewaffenstillstands ergänzt, mit der Folge, dass die Region den Beinamen “Trucial States“ (Vertragsstaaten) erhielt.
Die Perlenindustrie florierte unter den relativ ruhigen Bedingungen auf den Meeren im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert und lieferte den Einwohnern der Küstenregion des Arabischen Golfs Einkommen und Arbeitsplätze. Viele von ihnen waren halbnomadisch: im Sommer fischten sie Perlen, während sie im Winter ihre Dattelhaine betreuten.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die negativen, vom Ersten Weltkrieg und der wirtschaftlichen Depression der 1920er und 1930 Jahre verursachten Auswirkungen, die durch die japanische Erfindung der Zuchtperle noch verstärkt wurden, der heimischen Perlenindustrie den Niedergang. Auch als die seit Kurzem unabhängige Regierung Indiens den aus dem Golf importierten Perlen eine schwere Besteuerung auferlegte, hatte dies katastrophale Folgen für die Region. Trotz ihrer Findigkeit litt die Bevölkerung starke Not. Es gab fast keine Bildungsmöglichkeiten und keinerlei Straßen oder Krankenhäuser.
Doch da tauchte zum Glück das Erdöl auf. Kurz nach 1930 trafen die ersten Teams der Ölgesellschaften ein, um vorläufige Erkundungen zu unternehmen. 1958 fand man das erste kommerziell nutzbare Offshore-Ölfeld, und die erste Ladung Rohöl wurde 1962 aus Abu Dhabi exportiert. Dank der zunehmenden Einnahmen aus der Ölproduktion nahm Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, der am 6. August 1966 zum Herrscher von Abu Dhabi gewählt worden war, ein gewaltiges Bauprogramm für Schulen, Wohnungen, Krankenhäuser und Straßen in Angriff. Als 1969 Dubais Ölexporte begannen, konnte Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum, der De-facto-Herrscher von Dubai seit 1939, ebenfalls die Öleinkünfte zur Verbesserung der Lebensqualität seines Volkes nutzen.
Im Anschluss an den britischen Rückzug aus der Golfregion wurde am 2. Dezember 1971 formell eine Föderation von anfangs sechs und später sieben Emiraten gegründet, die die Bezeichnung Vereinigte Arabische Emirate (VAE) trug. Scheich Zayed, der eine maßgebliche Rolle bei ihrer Gründung gespielt hatte, wurde ihr erster Präsident und Scheich Rashid ihr Vizepräsident.Zurück nach oben
BRAUCHTUM
Die Entwicklung in den VAE hat sich auf beispiellose Weise vollzogen, und man ist sich durchaus bewusst, dass die alten Bräuche, die das Leben früherer Generationen bestimmten, im Getriebe des modernen Lebens untergehen könnten. Das kulturelle Erbe zu erhalten und der heutigen Jugend das Brauchtum ihrer widerstandsfähigen Vorfahren nahe zu bringen sind wesentliche Komponenten der Regierungsstrategie der VAE. Der Besuch einer einheimischen Schule, eines Fests oder Festivals wird bestätigen, dass Musik, Tanz, Dichtung, Geschichtenerzählen und traditionelle Sportarten wie Falknerei, Kamelrennen und Segelsport, die für die Emirate so charakteristisch sind, weiterhin florieren.
Ein wichtiger Teil dieses Erhaltungsprozesses bestand darin, sicherzustellen, dass die greifbaren Beweise des reichen Kulturerbes der VAE nicht verloren gehen. Aus diesem Grund verlieh man der Bewahrung der zahlreichen einzigartigen archäologischen und architektonischen Stätten der Region sowie ihrer Manuskripte Spitzenpriorität. In den Schulen werden Literatur und Brauchtum eingehend studiert, während Museumsausstellungen, die Erhaltung traditioneller Dörfer und der Wiederaufbau vergangener Baudenkmäler dabei halfen, einen Kontext und ein Gefühl für das Kulturerbe zu schaffen.Zurück nach oben
KULTURELLE ENTWICKLUNGEN
Die Entwicklung der Insel Saadiyat ist ein wichtiges Element in Abu Dhabis ehrgeizigen Plänen zur Umwandlung des Emirats in ein bedeutendes Tourismusziel, wobei der Kulturtourismus die Antriebsfeder in diesem inspirierenden Projekt ist. In Saadiyats Kuturdistrikt entstehen eine Reihe großartiger und innovativer Bauten, die von führenden Architekten entworfen wurden: Frank Gehrys Guggenheim-Museum, Tadao Andos Seefahrtsmuseum, Jean Nouvels Louvre und Zaqha Hadids Zentrum für Darstellende Kunst. Des weiteren sind für das Gebiet ein Nationalmuseum, eine Reihe einzelner Pavillons und Freilufträume in Planung.
Frank Gehry äußerte sich dazu wie folgt: „Hier bietet sich eine großartige Möglichkeit, Infrastruktur zu entwerfen und nicht nur technisch anzulegen. . . Seit dem 19. Jahrhundert hat man dies an keinem anderen Ort der Welt getan und in der Gegenwart überhaupt nie – mag sein, dass es hier und da eine Brücke gibt, die schön ist – aber hier hat man die Möglichkeit, etwas auszusagen, und zwar nicht nur mittels einzelner Gebäude, sondern in Form eines ganzen, kohäsiven Stadtbilds.“ Zurück nach oben
KULTURVERBÄNDE UND -ORGANISATIONEN |
TELEFON |
| Ministerium für Kultur, Jugend und Gemeinschaftsentwicklung |
02 4455475 |
| Medinat Zayed Kulturzentrum und Medienamt |
02 8846983 |
| Medienamt Al Ain |
03 7632555 |
| Medienamt Dubai |
04 2615500 |
| Medienamt Sharjah |
06 5723011 |
| Medienamt Ajman |
06 7444000 |
| Medienamt Umm al-Qaiwain |
06 7656663 |
| RAK Kulturzentrum und Medienamt |
07 2276666 |
| Kulturzentrum Umm al-Qaiwain |
06 7655577 |
| Kulturzentrum und Medienamt Fujairah |
09 2224190 |
| Bibliothek Dalma |
02 8783144 |
| Bibliothek Dibba Al Fujairah |
09 2441923 |
| Nationaltheater |
02 4435646 |
| Strandtheater Al Raha |
02 5560555 |
| Kultur- und Kulturerbezentrum Juma Al Majid |
04 2624999 |
Zurück nach oben
MUSEEN |
TELEFON |
| Amt für Kultur und kulturelles Erbe Abu Dhabi |
02 6215300 |
| Museum Al Ain |
03 7641595 |
| Qasr Al Hosn |
03 7517755 |
| Museum Dubai |
04 3531862 |
| Haus von Scheich Saeed Al Maktoum |
04 3937139 |
| Gesellschaft zur Bewahrung des Kulturerbes |
04 3539765 |
| Abteilung für Archäologie und Museen |
06 5693999 |
| President's Acquisitions Museum |
06 5688222 |
| Archäologisches Museum |
06 5665466 |
| Museum Al Mahata |
06 5733079 |
| Kunstmuseum Sharjah |
06 5688222 |
| Museum des Allgemeinen Polizeidezernats Sharjah |
06 5943314 |
| Naturgeschichtliches Museum Sharjah |
|
| Museum Al Husn |
06 5685500 |
| Islamisches Museum |
06 5683334 |
| Währungsmuseum |
06 5681881 |
| Museum für Traditionelle Medizin |
06 5680806 |
| Museum für Moderne Arabische Kunst |
06 5695050 |
| Museum für Oldtimer |
06 5671116 |
| Arabisches Kalligrafiemuseum Sharjah |
06 5695588 |
| Naturwissenschaftliches Museum Sharjah |
06 5668777 |
| Al Nabouda-Haus |
06 5681738 |
| Haus des Khalid Ibrahim Al Yousef |
06 5680606 |
| Haus für traditionelle Spiele |
06 5683399 |
| Haus der traditionellen Goldschmiedekunst |
06 5681181 |
| Marinemuseum |
06 5683030 |
| Haus von Scheich Saeed |
09 2774442 |
| Museum Hisn Kalba |
09 2774442 |
| Museum Ra’s al-Khaimah |
07 2333411 |
Zurück nach oben
THEATER |
TELEFON |
| Theater Abu Dhabi |
02 6444501 |
| Laila-Kindertheater |
02 6458752 |
| Traditionelles Theater Al Ain |
02 7616550 |
| Traditionelles Theater Dubai |
04 2968808 |
| Kunsttheater Al Shabab |
04 2666480 |
| Theater Dubai Al Ahli |
04 2988812 |
| Nationaltheater Sharjah |
06 5686600 |
| Modernes Theater |
06 5220020 |
| Theater Khor Fakkan |
09 2386048 |
| Theater Kalba |
09 2777694 |
| Theater für Kultur und Kunst Dibba Al Hisn |
09 2443555 |
| Theater Umm al-Qaiwain |
06 7665889 |
| Theater Ra’s al-Khaimah |
09 2222264 |
| Theater Fujairah |
09 2223369 |
| Theater für Kultur und Kunst, Dibba |
09 2442224 |
Zurück nach oben
WEBSITES
Zurück nach oben
UAEINTERACT LINKS (ENGLISCHER TEXT)
Zurück nach oben
|